Im Oktober 2014 habe ich bei der „Kästnerwoche“ im Kästnerhof in Oberschwarzach mein Programm „Lieder ohne mich“ gespielt – vor gut 30 Leuten, allein am Klavier. Die Main-Post hat am 9. Oktober unter dem schönen Titel „Zwei geschenkte Stunden“ darüber berichtet. Der Artikel beschreibt, wie unser Abend begann: mit einem Taktgeber auf dem Klavier, der hörbar die Zeit herunterzählt. „Dann schenkt er seinen gut 30 Zuhörern im Kästnerhof in Oberschwarzach zwei Stunden seiner Zeit und nimmt sie bei seinem Auftritt während der ‚Kästnerwoche‘ mit in seine Nachbarschaft in Berlin, in ungelebte Leidenschaften, in romantische Liebe, in den Ausbruch aus der Lethargie – kurz: in sein eigenes Leben und in sein Programm ‚Lieder ohne mich‘.“ Main-Post, 9. Oktober 2014 Danach geht die Kritik fast das ganze Programm durch: Goethe und Schiller beim Grillen (die kennt man schon aus Melsungen und aus Karlstadt), die pensionierten Punks, die heimlich Mireille Mathieu hören, die…
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Im September 2014 war ich beim dritten Comedy-Wettstreit „Thron der Nachtrevue“ der Kulturgemeinde in Kelkheim dabei – sechs Künstlerinnen und Künstler, über 250 Gäste, und am Ende entschied das Publikum mit Plastik-Chips, die in Eimern auf der Bühne gewogen wurden. Ich wurde Zweiter, nur 52 Gramm hinter der Siegerin Helene Mierscheid. Das Höchster Kreisblatt berichtete: „52 Gramm entscheiden über den Komiker-Thron“. „Harmonischer ließ es dagegen der zweitplatzierte Roger Stein angehen, dessen Lieder am Piano häufig ganz harmlos begannen und erst später mit schwarzem Humor ‚zubissen‘.“ (rk), Höchster Kreisblatt, 9. September 2014 Als Beispiel nennt die Zeitung mein Lied vom Klassentreffen, bei dem ich eine ehemals scharfe Mitschülerin wiedertreffe, die mich nur noch dumpf mit ihrem „Reihenhausgesicht“ anstarrt – „Dass das deine Kinder sind, hätt’ ich nie geahnt, so unscheinbar und hässlich, waren die denn so geplant?“ „Stein zeigte Mut zur Lücke, indem er für Momente auf Lacher verzichtete und einen…
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Im Februar 2014 war ich mit meinem Soloprogramm „Lieder ohne mich“ in der Comödie in Fürth zu Gast. Sigrun Arenz schrieb darüber auf nordbayern.de: „Ein Meister der Stimmungen – Der vielseitige Künstler Roger Stein mit Liedern in der Comödie Fürth“. Sie beschreibt, wie mein Abend begann: Unerbittlich tickt das Metronom, „eine hörbare Erinnerung an unaufhaltsam verrinnende Lebenszeit“, und ich fordere in „ZeiT.“ Zeit für die schönen Dinge des Lebens – eine Absage an „Zeitzigarren wie bei Momo“. „Literarischer HipHop“ sei so gut oder schlecht wie jede andere Zuschreibung, denn ich ließe mich „nicht ohne weiteres musikalisch einordnen“. „Dabei ist Stein am besten, wo er entweder ganz ernsthaft und oft leise wird, oder da, wo er unverschämt böse, witzig und bissig wird.“ Sigrun Arenz, nordbayern.de, 15. Februar 2014 Ehrlich ist sie auch mit dem, was dazwischen liegt: Das sei „ein bisschen schön und gut getextet und rübergebracht“, hebe sich aber „nicht…
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„Hörenswert!“: So endete die Kritik zu „Lieder ohne mich“ im Nürnberger Stadtmagazin Plärrer, Dezemberheft 2013. Mit dem Album, schrieb der Rezensent, zeige ich erneut meine Fähigkeiten als Musiker und Liedermacher. Klassisch im Gesang ausgebildet und promovierter Theaterwissenschaftler, könne ich hervorragend mit Sprache umgehen, was sich in den 15 neuen Stücken nachhaltig zeige. „Geschichten sind der Boden, auf dem meine Lieder wachsen“ Roger Stein im Plärrer, Dezember 2013 Wer sich die Zeit nehme, Titel wie „Klassentreffen“, „Regen im August“ oder „Liebesbriefe ohne Namen“ zu hören, verstehe, warum meine Arbeit in den vergangenen Jahren mit namhaften Preisen ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Troubadour, dem Stuttgarter Chansonpreis 2013. Es sei nicht übertrieben, mich als musikalischen Poeten zu beschreiben, der „Lieder ohne mich“ ganz in Eigenregie im eigenen Studio aufgenommen und produziert hat. Die Kritik aus dem Plärrer, Dezember 2013, als PDF: Foto oben: unbekannt
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„Vorwarnung“: Mit einem Warnhinweis begann Sabine Feickert am 11. November 2013 ihre Rezension zu „Lieder ohne mich“ bei RockTimes. Die CD solle man nur mit leerem Mund starten, denn schon die ersten Textzeilen von „Klassentreffen“ könnten ein heftiges Prusten auslösen. Sie könne schwören, schrieb sie, dass ich bei ihrem letzten Klassentreffen in irgendeinem Mauseloch gesessen und mir dort die Inspiration geholt habe. „Diese CD NUR mit leerem Mund starten!“ RockTimes, 11. November 2013 Wer seinen Familienstand gern in „geschieden“ ändern möchte, dem empfahl sie die Ratschläge aus „Mängelexemplar“. Daneben hörte sie auch die leiseren Töne: liebevolle, teils melancholische Lieder wie „Heimweh nach woanders“, „Liebesbriefe ohne Namen“ oder „Regen im August“. Ausführlich beschrieb sie „1890 (Berner Oberland)“, die Geschichte meines Großvaters Fritz, der im Ersten Weltkrieg totkranke Pferde aufpäppelte, samt der Bonus-Version im Berner Dialekt, die für sie eine noch dichtere Atmosphäre schafft. Auch „Alfred“ und „Salz“ kamen zur Sprache. Sie…
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Im November 2013 spielte ich zum ersten Mal im Jungen Theater in Forchheim – mit meinem damals neuen Album „Lieder ohne mich“. Neben Udo Güldners Kritik schrieb auch Alexander Hitschfel auf inFranken.de über den Abend, unter dem schönen Titel „Roger Stein oder Die Sehnsucht nach Dosenbier“. „Der Blick von Roger Stein auf die Welt ist zutiefst melancholisch. Weil der Schweizer aber nie im Selbstmitleid und auch sich selbst nicht schont, amüsieren sich die Zuschauer im Jungen Theater prächtig.“ Alexander Hitschfel, inFranken.de, 11. November 2013 Er beschreibt meine Suche nach Themen, die es so noch nicht gab: das „Artenschutzlied“ über pensionierte Punks, die den 80ern und dem Dosenbier ohne Dosenpfand nachtrauern, den Streit zwischen Goethe und Schiller über den freien Willen beim Grillen und die Amöbe Ferdinand – „eigentlich ein armes Tier, das sich gerne paaren möchte, sich aber nur teilen kann“. Dass die meisten Lieder an dem Abend eher melancholisch…
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Am 6. November 2013 stand ich beim Kabarettwettbewerb „Scharfe Barte“ in der Kulturfabrik in Melsungen auf der Bühne – am zweiten Wettbewerbsabend, zusammen mit der Kölner Kabarettistin Sia Korthaus, moderiert von Uwe Becker. Ein paar Tage vorher hatte die HNA den Abend mit einem Vorbericht angekündigt, am 8. November folgte die Kritik von Christl Eberlein. Ich war mit meinem ersten Soloprogramm „Lieder ohne mich“ dabei. Sie schreibt, dass Sia Korthaus und ich unterschiedlicher kaum hätten sein können. Sia verwandelte sich in die halbe Gesellschaft einer bayrisch-kölschen Hochzeit, ich habe fast nur gesungen: „Nahezu ausschließlich musikalisch präsentierte er sein Programm ‚Lieder ohne mich‘ und überzeugte mit seinem manchmal poetischen und leisen, manchmal rotzigen und frechen Auftritt das Publikum.“ Christl Eberlein, HNA, 8. November 2013 Ganz ehrlich hält sie auch fest, dass das kein klassisches Kabarett war – und dass es trotzdem funktioniert hat: „Die Anforderungen an ein klassisches Kabarettprogramm erfüllte er…
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Im November 2013 war ich beim Kabarettwettbewerb „Scharfe Barte“ in der Kulturfabrik in Melsungen dabei – am zweiten Wettbewerbsabend, dem 6. November, zusammen mit der Kölner Kabarettistin Sia Korthaus. Am Tag davor kündigte die HNA den Abend unter dem Titel „Ring frei für die zweite Runde“ an. Es ist also keine Kritik, sondern ein Vorbericht – aber ein schöner. Vorgestellt wurde mein erstes Soloprogramm „Lieder ohne mich“, kurz nach meinem Sieg beim „Troubadour“ in Stuttgart: „In seinem ersten Solo-Programm ‚Lieder ohne mich‘ zeigt Stein laut Ankündigung, wie lustig und innig zugleich ein Abend mit Liedern sein kann, wenn man etwas zu sagen hat.“ HNA, 5. November 2013 „Seine Lieder sollen zeigefingerlos Gesellschaftskritik aufblitzen lassen und dabei auf angenehme Weise unaufgeregt politisch sein.“ HNA, 5. November 2013 Der Artikel erzählt auch ein wenig von mir: dass ich Hip-Hop-Elemente mit deutscher Liedtradition zusammenführe, mit Wortfront und Sandra Kreisler vier Alben veröffentlicht habe…
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Vom 17. bis 19. Oktober 2013 stand ich beim 9. „Troubadour“ Chanson- & Liedwettbewerb im Hotel Le Méridien in Stuttgart auf der Bühne. Drei Abende lang ging es dort um deutschsprachige Chansons und Lieder, und am Ende setzte ich mich gegen 17 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch: Der Preis, dotiert mit 5.000 Euro, ging an mich. Den Ehrenvorsitz der Jury hatte Katja Ebstein übernommen. Der „Troubadour“ wurde 2005 ins Leben gerufen, um Künstlerinnen, Künstler und Gruppen aus dem Bereich des deutschsprachigen Chansons und Lieds zu fördern. Er fand jedes Jahr im Oktober statt, in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und der Akademie für gesprochenes Wort. Pate des Wettbewerbs war der Schweizer Liedermacher Stephan Sulke. An zwei Vorrunden-Abenden wählte die Jury die Finalistinnen und Finalisten für das Finale am dritten Abend aus. Zum Preis gehörte außerdem ein Konzert im Renitenztheater Stuttgart am 24. Oktober 2013. Der…
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„Humor hat bei ihm eine bittere Note“: So überschrieb Udo Güldner im November 2013 seine Kritik zu meinem Abend mit „Lieder ohne mich“ im Jungen Theater Forchheim. Einen Abend lang, schrieb er, habe ich als Chansonnier am Klavier mit „unseriösen Songs“ bezaubert, als Erster in diesem Jahr ein Weihnachtslied gesungen und keine Stilrichtung unangetastet gelassen. „Hohn und Spott im Schüttelreim“ Udo Güldner, 1. November 2013 Tonfall, Wortwahl und Wiener Schmäh erinnerten ihn an Georg Kreisler, sobald ich zu meinen satirischen „Steinschlägen“ aushole. Er hörte, wie sehr mich die Jahre in Wien geprägt haben: bösartige Pointen im „Sorglospaket des Wiener Walzers“, Menschen als „Mängelexemplar“, ein Humor, der nie bitter, sondern leicht fatalistisch und dann wieder optimistisch klinge. Für hinterfotzigen Charme, meinte er, hätte ich mit Liedern über Kant und den freien Willen, die Amöbe Ferdinand oder pensionierte Punks in Kreuzberg die Auszeichnung längst bekommen. Aber er fand auch die leisen Töne:…