Anfang 2010 erschien unser zweites Wortfront-Album „Freilandherz“. Aus diesem Anlass hat Deutschlandfunk Kultur am 1. Februar 2010 ein Porträt über Sandra Kreisler und mich gebracht: „Streiter an der ‚Wortfront‘“ von Mascha Drost. Getroffen hat sie uns in der Garderobe der Berliner Bar jeder Vernunft, eine halbe Stunde vor dem Auftritt.

„Ausgefeilte Texte in Hip-Hop-Manier dazu ein bisschen Chanson, etwas Kabarett – ‚Wortfront‘ passt in keine Schublade.“
Mascha Drost, Deutschlandfunk Kultur, 1. Februar 2010
Der Beitrag erinnert an den Erfolg unseres ersten Albums „Lieder eines postmodernen Arschlochs“ und stellt Sandra als Tochter von Georg Kreisler vor. Mich beschreibt Mascha Drost als Komponisten und Texter von Wortfront, „seit Jahren im Kampf mit der deutschen Sprache“. Ich durfte erzählen, was mich daran reizt:
„Lyrik und Streichinstrumente und das in Verbindung mit guten Beats – das ist mein Ding.“
Roger Stein bei Mascha Drost, Deutschlandfunk Kultur, 1. Februar 2010
„Das Deutsche neigt zu sehr zum Pathos, und Pathos ist so der Mundgeruch der Demagogen, Pathos hat was ganz Gefährliches, und das mag ich nicht so.“
Roger Stein bei Mascha Drost, Deutschlandfunk Kultur, 1. Februar 2010
Es geht auch darum, wie unsere Lieder entstehen: Sandra spricht von meiner „Fragmente-Plantage“, aus der ich ihr vorlege, was ein bisschen gediehen ist – und dann wird gemeinsam weiter gestritten. Für mich ist genau diese Kritik der „Goldstaub“, den es braucht. Am Ende formuliert Sandra das Ziel, für das wir an der „Wortfront“ kämpfen: dass Lieder mit Wörtern von mehr als drei Silben trotzdem Pop sein dürfen und nicht automatisch Kabarett sein müssen.
Acht Jahre später war ich wieder beim Deutschlandfunk zu Gast – im Corsogespräch zu „Alles vor dem Aber“.
Danke an Mascha Drost und Deutschlandfunk Kultur!
Quelle: Mascha Drost, „Streiter an der ‚Wortfront‘“, Deutschlandfunk Kultur (Archiv), 1. Februar 2010. Bild: Ausschnitt aus dem Online-Artikel.



