Roger Stein im grauen Hemd singt mit zwei Handmikrofonen vor blauem Bühnenvorhang

„Von Amöben und Grillwürsten“ – Main-Post über „Lieder ohne mich“ in Karlstadt

„Von Amöben und Grillwürsten“: So überschrieb die Main-Post im April 2015 ihre Kritik zu meinem Abend mit „Lieder ohne mich“ im Theater in der Gerbergasse in Karlstadt. Eine Sekunde, allerhöchstens zwei, habe es gedauert, bis das Publikum und ich eine familiäre Einheit gebildet hätten, dank eines offenen Publikums und meiner unkomplizierten, sympathischen Art.

„Einfach köstlich“

Main-Post, 12. April 2015

Neben Kostproben aus der Wortfront, die ich 2006 mit Sandra Kreisler gegründet hatte, spielte ich vor allem aus meinem ersten Soloalbum, erschienen bei Konstantin Weckers Label Sturm und Klang. Die Rezension beschrieb, wie ich mich am Klavier begleitete und mit einem Looper live mehrere Gesangsspuren übereinanderlegte, und dass es mir gelang, Schmerz und Melancholie in Wärme und Leichtigkeit zu hüllen und der Tragik des Daseins mit Humor die Kälte zu nehmen.

Besonders gefielen Schiller und Goethe, die sich am Grill um eine Bratwurst streiten, die frustrierte Amöbe Ferdinand und die Erkenntnis, dass es in Deutschland „ums Prinzip“ geht. Bei einem spontanen „Interaktions-Workshop“ trug eine ältere Dame aus der ersten Reihe das Gedicht von der „Katze Mohrle“ vor, gleich zweimal. Nach fast zwei Stunden und fünf Zugaben ließ mich das Publikum schließlich von der Bühne.

Die Kritik aus der Main-Post vom 12. April 2015 als PDF:

Foto oben: unbekannt

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