Im August 2013, ein paar Wochen vor dem Erscheinen meines ersten Soloalbums „Lieder ohne mich“, besprach Stephan Schelle es im MusikZirkus-Magazin. Er hatte gut zugehört, auch bei dem, was ich ihm über die Entstehung erzählte: Texte, Musik, Arrangements und Aufnahmen hatte ich alle selbst gemacht, im eigenen Studio. „Alles Roger“, wie ich damals sagte.
„Lieder ohne mich“ ist ein sehr schönes Album geworden.
Stephan Schelle, MusikZirkus-Magazin, August 2013
Besonders freute mich, dass er mich vor allem als Poeten sah, der Schmerz und Melancholie in Wärme und Leichtigkeit hüllt. Dazu passte, was ich ihm im Gespräch sagte: Humor ist für mich das letzte Mittel, mit dem man gegenüber dem Schmerz Würde bewahren kann.
Er ging durch viele Lieder des Albums: vom eröffnenden „Klassentreffen“ über „Heimweh nach woanders“, bei dem er an Reinhard Mey dachte, und den siebenminütigen Familien-Song „1890 (Berner Oberland)“ bis zu „Regen im August“, in dem er Konstantin Wecker und Georg Danzer aufblitzen hörte, und „Alfred“, der Geschichte eines Familienvaters, der sich in einen Mann verliebt.
Das Album erschien bei Sturm & Klang, dem Label von Konstantin Wecker, der für mich immer ein Fixstern war und ist, künstlerisch wie menschlich. Bis dahin hatte ich vier Alben mit Wortfront veröffentlicht, dem Projekt, das Sandra Kreisler und ich 2006 gegründet hatten. Ein paar Wochen später schrieb auch der Blog „Fundstücke aus der Mutterstadt“ über das Album.
Sollte die Kritik beim MusikZirkus-Magazin nicht mehr verfügbar sein, gibt es sie hier noch als PDF:
Foto oben: Stefanie Marcus / Traumton Records


